Beryll

Beryll ist unter seinem eigenen Namen kaum bekannt, unter zwei anderen dafür umso mehr: Grün heißt er Smaragd, hellblau Aquamarin. Beides ist dasselbe Mineral mit derselben Formel.

Beryll: ein langes hellgrünes sechsseitiges Prisma mit flacher Endfläche, aufrecht auf hellem Granit
Das sechsseitige Prisma endet flach, nicht in einer Spitze wie beim Quarz. Diese Endfläche ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal. Mit KI erzeugte Illustration, kein Foto eines bestimmten Fundstücks.

Ein Mineral, viele Namen

Reiner Beryll ist farblos. Erst Spuren von Fremdelementen erzeugen die bekannten Farbvarietäten.

NameFarbeVerursacht durch
SmaragdsattgrünChrom oder Vanadium
Aquamarinhellblau bis blaugrünEisen
HeliodorgelbEisen
MorganitrosaMangan
Goshenitfarbloskeine

Woran man Beryll erkennt

Das sechsseitige Prisma endet flach statt in einer Spitze. Damit unterscheidet er sich auf den ersten Blick von ' . ref('/mineral/quarz/', 'Quarz') . ', dessen Kristalle immer eine Rhomboeder-Spitze tragen.

Mit Mohshärte 7,5 bis 8 liegt Beryll über Quarz, er ritzt ihn also. Die Spaltbarkeit ist unvollkommen, der Bruch muschelig.

Vorkommen

Beryll wächst in Pegmatiten, wo die Restschmelzen granitischer Magmen auskristallisieren. Dort erreichen einzelne Kristalle Längen von mehreren Metern.

Smaragde entstehen abweichend davon, weil Chrom und Beryllium geochemisch selten zusammentreffen. Die bedeutendsten Vorkommen liegen in Kolumbien.

Quellen

  1. Handbook of Mineralogy (Mineralogical Society of America)
  2. RRUFF-Datenbank, Raman- und Röntgendaten (CC-BY 4.0)
  3. IMA-CNMNC: Aktuelle Liste anerkannter Minerale

Fachlich zuletzt geprüft am 02.08.2026.