Gesteine
Ein Gestein ist ein Gemenge aus Mineralen, kein einheitlicher Stoff. Es hat deshalb keine chemische Formel und keine feste Härte, sondern wird über Gefüge, Mineralbestand und Entstehung beschrieben. Die Einteilung folgt der Frage, wie es entstanden ist.
| Gestein | Gefüge | Dichte | Gruppe |
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Andesit Vulkangestein der Subduktionszonen, benannt nach den Anden |
feinkörnige Grundmasse mit größeren Einsprenglingen | 2,6–2,8 | Magmatisch |
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Basalt das häufigste Vulkangestein, Grundstoff der Ozeanböden |
sehr feinkörnig bis dicht, oft mit Gasblasen | 2,9–3,1 | Magmatisch |
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Bims so leicht, dass es auf Wasser schwimmt |
stark porös, schaumig, sehr leicht | 0,4–0,9 | Magmatisch |
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Diorit schwarz-weiß gesprenkeltes Tiefengestein |
mittel- bis grobkörnig, deutliches Salz-und-Pfeffer-Muster | 2,8–3,0 | Magmatisch |
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Gabbro dunkles Tiefengestein, chemisch wie Basalt |
grobkörnig, richtungslos | 2,9–3,1 | Magmatisch |
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Granit das klassische Tiefengestein der kontinentalen Kruste |
grobkörnig, richtungslos | 2,6–2,8 | Magmatisch |
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Obsidian natürliches Vulkanglas mit messerscharfem Bruch |
vollständig glasig, keine Kristalle | 2,3–2,6 | Magmatisch |
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Rhyolith das vulkanische Gegenstück zum Granit, früher Quarzporphyr |
dicht bis feinkörnig, häufig mit größeren Einsprenglingen | 2,4–2,6 | Magmatisch |
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Kalkstein braust mit Säure, häufig fossilführend |
dicht bis körnig, oft mit Fossilresten | 2,6–2,8 | Sedimentär |
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Konglomerat verfestigter Kies, die Rundung verrät den Transportweg |
gerundete Gerölle in feinerer Grundmasse | 2,4–2,7 | Sedimentär |
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Sandstein verfestigter Sand, häufigstes Bauwerksgestein |
körnig, oft geschichtet | 2,0–2,7 | Sedimentär |
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Tonstein Ausgangsgestein für Schiefer und Gneis |
sehr feinkörnig, spaltet in dünne Platten | 2,2–2,6 | Sedimentär |
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Amphibolit umgewandelte ozeanische Kruste, Zwischenstufe auf dem Weg zum Eklogit |
mittelkörnig, dunkel mit hellen Lagen, meist schwach geschiefert | 2,9–3,1 | Metamorph |
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Blauschiefer blaugraues Hochdruckgestein, Beleg für eine kühle Subduktion |
feinkörnig bis schiefrig, blaugrau, oft mit hellen Lagen | 3,0–3,2 | Metamorph |
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Eklogit dichtes Hochdruckgestein aus der Tiefe der Subduktionszone |
mittelkörnig, rote Granate in grüner Grundmasse | 3,4–3,6 | Metamorph |
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Gneis gebändertes metamorphes Gestein, sehr verbreitet |
deutlich gebändert, helle und dunkle Lagen, oft gefaltet | 2,6–3,0 | Metamorph |
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Marmor umkristallisierter Kalkstein, braust ebenfalls mit Säure |
zuckerkörnig kristallin | 2,6–2,9 | Metamorph |
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Quarzit so fest, dass der Bruch durch die Körner läuft, nicht darum herum |
dicht, Körner vollständig verwachsen | 2,6–2,7 | Metamorph |
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Schiefer plattig spaltendes Gestein, klassisch als Dachschiefer |
spaltet in ebene Platten, seidiger Glanz | 2,6–2,9 | Metamorph |
Dichte in g/cm³. Die Werte schwanken je nach Mineralbestand des einzelnen Stücks stärker als bei Mineralen.
Die drei Gruppen
Magmatische Gesteine
Entstehen durch Erstarren von Schmelze. Entscheidend ist, wo das geschieht: In der Tiefe kühlt es langsam ab und die Körner werden groß, an der Oberfläche erstarrt dieselbe Schmelze in Stunden zu einem dichten, feinkörnigen Gestein. Deshalb gibt es zu fast jedem Tiefengestein ein chemisch identisches Vulkangestein, etwa Granit und Rhyolith oder Gabbro und Basalt.
Sedimentäre Gesteine
Entstehen durch Ablagerung: Verwitterungsschutt wird transportiert, sortiert und unter dem Druck nachfolgender Schichten wieder verfestigt. Andere bilden sich durch Ausfällung aus Wasser, etwa Kalkstein und Salzgesteine. Schichtung ist ihr auffälligstes Merkmal.
Metamorphe Gesteine
Entstehen durch Umbau im festen Zustand. Druck und Hitze ordnen die Minerale neu, ohne dass das Gestein schmilzt. Dabei entstehen oft Bänderung und eingeregelte Glimmer, wie bei Gneis. Die extremen Fälle liegen in Subduktionszonen, wo bei hohem Druck Eklogit entsteht.
Wie die drei Gruppen ineinander übergehen, steht unter Gesteinskreislauf. Was bei der Umwandlung im Einzelnen passiert, welche Rolle Druck, Temperatur und Fluide dabei spielen und woran man den Grad der Umwandlung im Gelände abliest, steht unter Metamorphose.