Talk

Talk ist das weichste Mineral überhaupt und definiert Stufe 1 der Mohsskala. Man kann ihn mit dem Fingernagel abschaben, und er fühlt sich dabei seifig an, was ihn unverwechselbar macht.

Talk: ein weißlich grüner derber Brocken mit matter Oberfläche und einer sichtbaren Kratzspur
Die Kratzspur stammt von einem Fingernagel. Talk ist das einzige Mineral, das sich so leicht ritzen lässt, und definiert deshalb Stufe 1 der Mohsskala. Mit KI erzeugte Illustration, kein Foto eines bestimmten Fundstücks.

Warum er so weich ist

Talk ist ein Schichtsilikat, dessen Schichten nur durch sehr schwache Van-der-Waals-Kräfte zusammengehalten werden. Sie gleiten schon unter geringstem Druck aneinander ab.

Genau daher rührt das seifige, fettige Gefühl: Beim Darüberstreichen verschieben sich die Schichten unter dem Finger. Kein anderes Mineral fühlt sich so an.

Entstehung

Talk entsteht durch die Umwandlung magnesiumreicher Gesteine unter Zufuhr von Wasser und Kohlendioxid. Ausgangsmaterial sind meist Peridotite und ' . ref('/mineral/serpentin/', 'Serpentin') . ', gelegentlich auch dolomitische Kalke.

Das daraus entstehende Gestein heißt Speckstein oder Steatit. Es lässt sich mit einem einfachen Messer schnitzen und wird deshalb seit Jahrtausenden für Gefäße und Figuren verwendet.

Verwendung und Sicherheit

Gemahlener Talk ist ein Massenprodukt: Er dient als Füllstoff in Papier, Farben und Kunststoffen, als Trennmittel und in der Kosmetik als Babypuder.

Wichtig ist die Reinheit. Talklagerstätten können mit Asbestmineralen vergesellschaftet sein, die in denselben Gesteinen entstehen. Kosmetischer Talk unterliegt deshalb einer Prüfung auf Asbestfreiheit. Reiner Talk selbst gilt bei äußerer Anwendung als unbedenklich.

Quellen

  1. Handbook of Mineralogy (Mineralogical Society of America)
  2. RRUFF-Datenbank, Raman- und Röntgendaten (CC-BY 4.0)
  3. IMA-CNMNC: Aktuelle Liste anerkannter Minerale

Fachlich zuletzt geprüft am 02.08.2026.