Topas

Topas ist das Referenzmineral für Mohshärte 8 und damit härter als Quarz. Trotzdem ist er empfindlich, denn er besitzt eine vollkommene Spaltbarkeit, die ihn bei einem Schlag glatt durchtrennen kann.

Topas: ein prismatischer bernsteinfarbener Kristall mit senkrechter Riefung und keilförmiger Spitze
Die senkrechte Riefung auf den Prismenflächen und die keilförmige Spitze sind typisch. Anders als bei Quarz verläuft die Riefung längs, nicht quer. Mit KI erzeugte Illustration, kein Foto eines bestimmten Fundstücks.

Hart und trotzdem empfindlich

Mit Härte 8 ritzt Topas ' . ref('/mineral/quarz/', 'Quarz') . ' mühelos und wird selbst nur von ' . ref('/mineral/korund/', 'Korund') . ' und Diamant angegriffen. Wie sich das einordnet, steht unter Mohshärte.

An gefundenen Kristallen ist das Ende oft eine glatte Spaltfläche statt einer gewachsenen Kristallfläche. Der Unterschied: Spaltflächen sind völlig eben und spiegeln wie Glas, gewachsene Flächen zeigen feine Strukturen.

Woran man ihn erkennt

Topas bildet prismatische Kristalle mit senkrechter Riefung und einer keilförmigen Spitze. Die Riefung verläuft längs, während sie bei Quarz quer liegt, was beide auf einen Blick trennt.

Dazu ist Topas mit 3,49 bis 3,57 g/cm³ deutlich schwerer als Quarz mit 2,65. Ein gleich großes Stück fühlt sich spürbar massiver an.

Was sich fälschlich Topas nennt

Zwei verbreitete Handelsnamen meinen etwas anderes:

Beide sind Quarz mit Härte 7 und ohne Spaltbarkeit. Der Härtetest gegeneinander klärt das eindeutig: Echter Topas ritzt Quarz, umgekehrt nicht.

Blauer Topas im Handel ist fast immer bestrahlt und anschließend erhitzt. Natürlicher blauer Topas ist ausgesprochen selten und meist blass.

Quellen

  1. Handbook of Mineralogy (Mineralogical Society of America)
  2. RRUFF-Datenbank, Raman- und Röntgendaten (CC-BY 4.0)
  3. IMA-CNMNC: Aktuelle Liste anerkannter Minerale

Fachlich zuletzt geprüft am 02.08.2026.