Olivin
Olivin ist an der Erdoberfläche unauffällig, im Erdinneren aber das mit Abstand häufigste Mineral. Der obere Erdmantel besteht überwiegend daraus, und damit ist Olivin volumenmäßig eines der wichtigsten Minerale der Erde.
Das Mineral des Erdmantels
Peridotit, das Gestein des oberen Erdmantels, besteht zum größten Teil aus Olivin. Weil der Mantel rund 84 Prozent des Erdvolumens ausmacht, ist Olivin gemessen an der Gesamterde häufiger als alle Krustenminerale zusammen.
An der Oberfläche findet man ihn trotzdem selten, und wenn, dann als Einschluss in Basalt. Solche Xenolithe sind Mantelmaterial, das beim Aufstieg mitgerissen wurde, und damit direkte Proben aus Tiefen, die sonst unzugänglich bleiben.
Die Mischkristallreihe
Olivin ist eine Reihe zwischen Forsterit, dem Magnesium-Endglied, und Fayalit, dem Eisen-Endglied. Weil Eisen deutlich schwerer ist, reicht die Dichte von 3,27 bis 4,32 g/cm³, eine der größten Spannen überhaupt.
Natürlich vorkommender Olivin liegt meist nahe am Magnesium-Ende. Die Farbe verschiebt sich mit steigendem Eisengehalt von gelbgrün nach dunkelgrün und braun.
Warum er so schnell verwittert
Bei Zufuhr von Wasser wandelt sich Olivin in ' . ref('/mineral/serpentin/', 'Serpentin') . ' um. Dieser Vorgang heißt Serpentinisierung und läuft in großem Maßstab am Meeresboden ab.
Wo Olivin in der Reihenfolge der Verwitterungsanfälligkeit steht, ist unter Silikate beschrieben.
Peridot
Klare, gelbgrüne Olivine werden als Peridot zu Schmuck verarbeitet. Die größte bekannte Fundstelle ist die Insel Zabargad im Roten Meer, die schon im Altertum abgebaut wurde.
Quellen
- Handbook of Mineralogy (Mineralogical Society of America)
- RRUFF-Datenbank, Raman- und Röntgendaten (CC-BY 4.0)
- IMA-CNMNC: Aktuelle Liste anerkannter Minerale
Fachlich zuletzt geprüft am 02.08.2026.
