Basalt
Basalt ist das häufigste Vulkangestein der Erde und bildet den Boden aller Ozeane. An Land fällt er vor allem durch seine Säulen auf, die keine Kristalle sind, sondern Schrumpfungsrisse beim Abkühlen.
Woran man Basalt erkennt
Basalt ist dunkelgrau bis schwarz, sehr schwer und so feinkörnig, dass man auch mit der Lupe kaum einzelne Minerale ausmacht. Genau diese Kombination ist charakteristisch: Ein dunkles, dichtes Gestein ohne erkennbare Körnung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Basalt.
Die Feinkörnigkeit hat einen einfachen Grund. Basalt erstarrt an der Erdoberfläche innerhalb von Stunden bis Tagen. Für Kristallwachstum bleibt keine Zeit, deshalb entstehen nur winzige Körner. Dasselbe Magma, tief in der Kruste langsam abgekühlt, ergibt grobkörnigen Gabbro.
Häufig sind runde oder längliche Hohlräume zu sehen. Das sind Gasblasen, die beim Erstarren eingeschlossen wurden. Füllen sich diese Blasen später mit Mineralen, entstehen Mandelsteine, in denen zum Beispiel Amethyst oder Achat wachsen kann.
Warum Basalt Säulen bildet
Der Vorgang lässt sich im Kleinen beobachten: Trocknender Schlamm reißt nach demselben Muster in polygonale Schollen. Bei Basalt wächst dieses Muster in die Tiefe und formt die bekannten Säulenwände.
Weil die Risse senkrecht zur Abkühlfläche stehen, verraten die Säulen die Geometrie des ursprünglichen Lavakörpers. Stehen sie aufrecht, kühlte die Lava von oben ab. Fächerförmig angeordnete Säulen deuten auf eine unregelmäßig geformte Schmelze hin.
Basalt oder Gabbro
Beide haben dieselbe chemische Zusammensetzung und dieselben Minerale. Der Unterschied liegt allein in der Korngröße und damit im Ort der Erstarrung.
- Korngröße unterscheidet sicher
- sehr feinkörnig, Minerale nicht erkennbar
- grobkörnig, Minerale deutlich sichtbar
- Ort der Erstarrung unterscheidet sicher
- an der Oberfläche
- in mehreren Kilometern Tiefe
- Abkühlung
- Stunden bis Tage
- Jahrtausende
- Mineralbestand
- Plagioklas, Pyroxen, Olivin
- Plagioklas, Pyroxen, Olivin
- SiO₂-Gehalt
- 45 bis 52 %
- 45 bis 52 %
- Gasblasen
- häufig
- praktisch nie
Chemisch sind die beiden nicht zu unterscheiden, es ist dasselbe Magma. Wer die einzelnen Körner mit bloßem Auge sieht, hat Gabbro vor sich, wer nichts erkennt, Basalt.
Vorkommen
Basalt entsteht überall dort, wo Mantelmaterial aufschmilzt und die Schmelze die Oberfläche erreicht. Das betrifft vor allem die mittelozeanischen Rücken, wo ständig neue ozeanische Kruste gebildet wird. Der Boden aller Ozeane besteht deshalb aus Basalt, was ihn zum flächenmäßig häufigsten Gestein der Erdoberfläche macht.
An Land tritt Basalt in Vulkangebieten und in großen Deckenergüssen auf. In Deutschland findet er sich unter anderem in der Eifel, im Vogelsberg, in der Rhön und im Erzgebirge. Das ausführliche Fundortkapitel folgt, sobald die Fundort-Recherche eingearbeitet ist.
Kehrt ozeanische Kruste über eine Subduktionszone in den Mantel zurück, wird der Basalt unter steigendem Druck zunächst zu Blauschiefer und dann zu Eklogit umgewandelt. Wo dieser Weg im Gesteinskreislauf steht, ist dort beschrieben.
Verwendung
Basalt ist hart, zäh und witterungsbeständig. Er wird als Schotter im Gleisbau, als Wasserbaustein und als Pflaster eingesetzt. Geschmolzen und zu Fasern gezogen entsteht daraus Steinwolle, einer der wichtigsten nichtbrennbaren Dämmstoffe. Die wirtschaftlichen Kennzahlen dazu stehen unter Silikate.
Quellen
- Geowiki der LMU München: Basalt
- Mineralienatlas: Basalt (RockData)
- Handbook of Mineralogy (Mineralogical Society of America)
Fachlich zuletzt geprüft am 01.08.2026.


