Rhodonit
Rhodonit ist ein rosa Mangansilikat, meist derb und von schwarzen Adern durchzogen. Die Adern bestehen aus Manganoxid, das an Rissen aus dem Rhodonit selbst entsteht. Beschrieben wurde er zuerst aus dem Harz.
Rosa Silikat, schwarze Adern
Rhodonit ist ein Kettensilikat aus der Gruppe der Pyroxenoide, also verwandt mit den Pyroxenen, aber mit anders gebauten Ketten. Mangan gehört zu seiner Formel, daher die rosa bis rosenrote Eigenfarbe. Eisen, Magnesium und Calcium können einen Teil des Mangans ersetzen.
Wo Rhodonit verwittert, an seiner Oberfläche und entlang von Rissen, oxidiert das Mangan zu schwarzen Manganoxiden. So entstehen die typischen schwarzen Adern und Krusten. Mit einer Härte von 5,5 bis 6,5 ist Rhodonit deutlich widerstandsfähiger als Rhodochrosit, gut ausgebildete Kristalle sind dagegen selten.
Rhodonit oder Rhodochrosit
Die Verwechslung mit Rhodochrosit liegt nahe, denn beide sind rosa und durch Mangan gefärbt. Die schnellste Unterscheidung liefert die Zeichnung: Rhodonit hat schwarze Adern, Rhodochrosit weiße oder blassrosa Bänder. Dazu kommt die Härte, Rhodonit lässt sich mit dem Messer kaum ritzen. Rhodochrosit reagiert als Karbonat mit warmer Säure, Rhodonit nicht, der Test beschädigt aber jede Politur. Die vollständige Gegenüberstellung steht beim Rhodochrosit.
Harz, Ural und Broken Hill
Der Name kommt vom griechischen rhodon, Rose. Als Typlokalität gelten Lautenthal und Elbingerode im Harz. Die bekanntesten Vorkommen für derbes Schmuckmaterial liegen im Ural bei Jekaterinburg. Klare Kristalle in Edelsteinqualität kommen aus Broken Hill in Australien und aus Morro da Mina in Brasilien, Sammlerstufen außerdem aus Långban in Schweden und aus Franklin in New Jersey.