Biotit

Biotit ist der dunkle Glimmer und in fast jedem Granit zu finden. Interessant ist er auch deshalb, weil sein Name mineralogisch inzwischen überholt ist.

Biotit: ein buchartiger Stapel dunkelbrauner bis schwarzer Blättchen in hellem Muttergestein
Die dunklen Blättchen sitzen in hellem Gestein und blitzen im Licht auf. Beim Verwittern werden sie zunächst goldbraun. Mit KI erzeugte Illustration, kein Foto eines bestimmten Fundstücks.

Ein Name, der keiner mehr ist

Die Zusammensetzung schwankt entsprechend stark, vor allem im Verhältnis von Eisen zu Magnesium. Das erklärt die weite Dichtespanne von 2,7 bis 3,3 g/cm³.

Woran man ihn erkennt

Biotit spaltet wie jeder Glimmer äußerst vollkommen in dünne Blättchen, die elastisch zurückfedern. Anders als ' . ref('/mineral/muskovit/', 'Muskovit') . ' ist er dunkelbraun bis schwarz und undurchsichtig bis auf sehr dünne Lagen.

In einem Granit ist er die dunkle Komponente, die im Licht aufblitzt, wenn man das Stück dreht. In Gneis bildet er die dunklen Lagen und sorgt durch seine Einregelung für die Bänderung.

Verwitterung

Biotit ist deutlich anfälliger als Muskovit. Das enthaltene Eisen oxidiert, die Blättchen werden zunächst goldbraun und quellen auf, dann zerfällt das Mineral zu Tonmineralen und Eisenoxiden.

Goldbraun glänzende Glimmerblättchen in verwittertem Gestein sind daher meist angegriffener Biotit, kein Gold. Der Ritztest klärt das sofort: Bei Härte 2,5 lässt sich Biotit mit dem Fingernagel eindrücken.

Quellen

  1. Handbook of Mineralogy (Mineralogical Society of America)
  2. RRUFF-Datenbank, Raman- und Röntgendaten (CC-BY 4.0)
  3. IMA-CNMNC: Aktuelle Liste anerkannter Minerale

Fachlich zuletzt geprüft am 02.08.2026.