Malachit
Malachit ist das bekannteste grüne Kupfermineral und schon wegen seiner Bänderung unverwechselbar. Weniger bekannt ist, dass er Kupferverbindungen freisetzt und deshalb nicht in Kontakt mit Trinkwasser gehört.
Woran man ihn erkennt
Die Kombination aus leuchtendem Grün und konzentrischer Bänderung gibt es bei keinem anderen Mineral. Malachit wächst traubig und nierig, im Anschnitt zeigen sich Ringe in verschiedenen Grüntönen.
Der Strich ist hellgrün, die Härte liegt mit 3,5 bis 4 niedrig genug, dass ein Messer ihn ritzt. Wie Calcit braust er mit Säure auf, weil er ein Karbonat ist.

Entstehung
Malachit bildet sich in der Oxidationszone von Kupferlagerstätten. Dort verwittern primäre Kupfererze, und die gelösten Kupferionen verbinden sich mit Kohlensäure aus dem Sickerwasser.
Häufig tritt er zusammen mit ' . ref('/mineral/azurit/', 'Azurit') . ' auf, dem blauen Kupferkarbonat. Azurit ist unter normalen Bedingungen weniger stabil und wandelt sich mit der Zeit in Malachit um, weshalb man oft blaue Kerne mit grünem Saum findet.
Warum er nicht ins Wasser gehört
Verwendung
Historisch war fein gemahlener Malachit ein wichtiges grünes Pigment, bekannt als Berggrün. In der Renaissance-Malerei ist es weit verbreitet.
Heute wird Malachit vor allem zu Schmuck und Dekorobjekten verarbeitet. Die bedeutendsten Vorkommen liegen in der Demokratischen Republik Kongo und in Russland.
Quellen
- Handbook of Mineralogy (Mineralogical Society of America)
- RRUFF-Datenbank, Raman- und Röntgendaten (CC-BY 4.0)
- IMA-CNMNC: Aktuelle Liste anerkannter Minerale
Fachlich zuletzt geprüft am 02.08.2026.
