Jaspis
Jaspis ist undurchsichtiger Chalcedon. Er enthält so viele Fremdbestandteile, dass kein Licht mehr hindurchkommt. Genau diese Beimengungen geben ihm seine kräftigen Farben.
Woher die Farben kommen
Reiner Chalcedon ist hell und durchscheinend. Jaspis enthält bis zu 20 Prozent Fremdmaterial, meist feinstverteiltes Eisenoxid, Ton oder organische Substanz. Das macht ihn undurchsichtig und färbt ihn zugleich.
Rote Töne stammen von Hämatit, gelbe und braune von wasserhaltigen Eisenoxiden, grüne meist von Chlorit oder anderen Silikaten. Weil sich diese Beimengungen ungleich verteilen, entstehen Flecken, Bänder und Adern.
Jaspis oder Achat
Beide sind mikrokristalliner Quarz und haben dieselbe Härte. Der Unterschied liegt in der Durchsichtigkeit und in der Entstehung.
- Achat: durchscheinend, konzentrisch gebändert, entsteht durch schrittweise Füllung eines Hohlraums.
- Jaspis: völlig undurchsichtig, unregelmäßig gefleckt statt gebändert, entsteht meist durch Verkieselung von Sediment oder Vulkanasche.
Übergänge gibt es: Stücke, bei denen gebänderte und undurchsichtige Partien zusammentreffen, heißen Jaspachat.
Verwendung
Jaspis ist hart, zäh und nimmt eine gute Politur an. Er wurde seit der Antike zu Siegeln, Gefäßen und Einlegearbeiten verarbeitet. In der Steinzeit diente er wie Obsidian als Rohstoff für Klingen, war aber wegen seiner Zähigkeit schwerer zu bearbeiten.
Quellen
- Handbook of Mineralogy (Mineralogical Society of America)
- RRUFF-Datenbank, Raman- und Röntgendaten (CC-BY 4.0)
- IMA-CNMNC: Aktuelle Liste anerkannter Minerale
Fachlich zuletzt geprüft am 02.08.2026.
